Ich fange immer ohne den Gurt an und wärme Felina erst einmal auf. Dabei arbeite ich sie mit dem Bridle auf Zirkellinien und achte darauf, dass sie ihre Schulter hebt. Ich aktiviere ihre Hinterhand durch übertreten und rückwärts richten. Die Schulterbeweglichkeit fördere ich durch Schulter vor und Schulter herein an der Hand. Ich lasse sie dabei immer wieder den Hals dehnen, wenn sie es anbietet.
Nach ca. 30 Min. schnalle ich den Bauchgurt um. In den ersten Tagen habe ich mich auf Schrittarbeit beschränkt, damit sich Felina an das Gefühl unter ihrem Bauch gewöhnt! Am ersten Tag trat sie ein/ zweimal unter den Bauch, aber sie gewöhnte sich sehr schnell. Nach drei Tagen habe ich dann mit der Trabarbeit begonnen. Zuerst wollte Felina immer galoppieren, da sie schnell raus hatte, dass der Impuls unter dem Bauch im Galopp angenehmer ist, als im Trab.

Felina

Die Muskulatur wird gleichmässiger

Auch mit dem Gurt arbeite ich auf Zirkellinien und über Zirkel vergrößern und verkleinern. Außerdem kann ich alle Seitengänge und das Rückwärts wunderbar mit dem Gurt unterstützen. Nach ca. 20 Min. intensiver Arbeit höre ich auf. Man darf das Training wirklich nicht unterschätzen. Felina jedenfalls weiß jedesmal, was sie getan hat.
Die erste Woche habe ich täglich mit dem Gurt gearbeitet. In der zweiten  Woche merkte ich, dass die Stute eine Pause braucht. Ich habe ihr dann mit der Magnetfelddecke etwas Gutes getan. Weiterhin bekommt sie während der Zeit Magnesium ins Futter, für bessere Muskelversorgung.

Behaltet beim Training bitte immer eure Pferde im  Auge und erkennt rechtzeitig, wenn sie eine Pause brauchen, damit sie  auch in Zukunft gerne mit euch zusammen arbeiten. Schaltet lieber mal einen Gang zurück und lasst Fünfe grade sein. Oft bringen die Pausen den entscheidenen Fortschritt!

Wollen doch mal sehen, was Sandra am Montag zu Felina sagt!!

Felina

Der Rücken hebt sich

Der Bereich an der Schulter füllt sich

Der Bereich an der Schulter füllt sich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachdem ich Felina nun einige Zeit geritten bin, habe ich mich doch dazu entschlossen meine Osteopathie-Kollegin Sandra Eichler hinzu zu ziehen. Die Stute hat alles brav mitgemacht, weil ihr die Lektionen aus ihrem Leben geläufig sind. Allerdings war zu merken, dass sie alles noch viel schöner machen könnte, wenn es sie nicht an vielen Stellen zwicken würde.
Sandra stellte bei der Stute folgende Mängel fest: einen Beckenschiefstand, 3./4. Halswirbel blockiert, Trapezmuskel atrophiert, druckdolent an den Kiefergelenken, Nackenband verspannt. Sie behandelte Felina unter anderem auch mit Akkupunktur und gab mir für das Training den Body Former mit. Damit trainiere ich die Stute jetzt 3 Wochen lang vom Boden aus und werde es mit Fotos dokumentieren. Der Body Former ist ein Trainingsgerät, welches die Bauchmuskulatur trainiert und den Rücken. Er gibt kleine Impulse unter den Bauch und animiert das Pferd bei jedem Schritt dazu, die Bauchmuskeln anzuspannen. In 3 Wochen kommt Sandra noch einmal, um nach Felina zu schauen..

Felina nach 4 Wochen Training und zu Beginn des Trainings mit dem Body Former Anfang Dezember.
Felina
Felina

Die Arbeit mit „Joy“ macht riesig Spaß!

Joy beim Hufe geben

Joy beim Hufe geben

Das Hufe geben konnte sie schon ein bischen, als sie zu mir kam, ich habe das Ganze nur verfeinert. Ich achte darauf, dass sie dabei ruhig stehen bleibt und nicht rum hampelt und dass sie die Hufe nicht einfach so weg zieht. Eine zweite Person setze ich gern ein, damit die Pferde sich nicht ins Seil hängen können. Erst wenn die Pferde sicher die Hufe geben, binde ich sie an. Es gibt so viele junge Pferde, die durch solche Vorfälle schon schiefe Genicke haben. Ich finde, man sollte als Trainer die Situationen, in denen junge Pferde sich in Halfer hängen oder ähnliche „Dummheiten“ begehen bewusst so gering wie möglich halten!